CDs mit dem "Ehrbar!"-Ensemble

Georg V. von Hannover und sein musikalischer Kreis

Lieder, Klavierwerke und Melodramen von Georg V., Marschner, Berlioz, Schumann, Brahms & Fauré

Heidrun Blase, Sopran, Gerrit Zitterbart, Claviere, Rudolf Krieger, Rezitation

Flügel von Mathias Müller 1836, Robert Wornum 1845, Bösendorfer 1882 & Érard 1886

Clavier 10

hier bestellen (JPC)

Klassik heute Juli  2016

 

Zu hören sind auf dieser CD sowohl Eigenkompositionen des Souveräns als auch einiger berühmter Zeitgenossen, als da wären Brahms, Fauré, Schumann oder Marschner. Das schafft einen passenden Rahmen und hilft die durchaus passablen Kompositionen Georg V. in den passenden musikhistorischen Kontext einzuordnen. Weitere Vorzüge dieser CD: aufgenommen wurden neben zahlreichen unbekannten Liedern und Balladen auch einige Melodramen, eine Gattung, die sich seinerzeit großer Beliebtheit erfreute, heutzutage jedoch fast völlig der Vergessenheit anheimgefallen ist.

Sie werden gesprochen von Rudolf Krieger, der sich bestens in den musikalischen Hintergrund einpasst. Dieser wird von Gerrit Zitterbart geliefert und zwar auf historischen Flügeln aus jener Zeit. Diese weiß Zitterbart kongenial in allen ihren Facetten vorzuführen, wodurch der Erkenntniswert dieser CD noch einmal um einiges steigt.

Auf den vielbeachteten Start mit "Klasse, endlich Klassik" folgte in diesem Jahr das Programm

"Komponisten zwischen den Kulturen":

Franz Liszt und Antonín Dvořák

Lieder, Klavierwerke und Melodramen

Heidrun Blase, Sopran, Gerrit Zitterbart, Clavier, Rudolf Krieger, Rezitation

Flügel von Friedrich Ehrbar1874

Clavier 11

hier bestellen (JPC)

Klassik heute September 2017

 

…Die Liebeslieder liegen schon in mehreren prominent besetzten Aufnahmen vor. Es spricht für Heidrun Blase, dass sie sich neben diesen Größen nicht verstecken muß. Ihr reifer und doch frisch klingender lyrischer Sopran blüht in der Höhe leuchtkräftig auf und sie zeigt hier wie in den anderen Zyklen das richtige Gespür für das musikalische Idiom… Der Moderator und Journalist Rudolf Krieger erweist sich in den Melodramen als kompetenter Rezitator… Die Seele des Unternehmens ist der Pianist Gerrit Zitterbart, ein uneitler Diener am Werk und eine verlässliche Stütze seiner Partner. Auch in seinen wenigen Solo-Stücken findet er den richtigen Ton. Die durch viele Bearbeitungen etwas überstrapazierte Humoreske Nr. 7 von Dvořák erklingt hier ohne jede Süßlichkeit und wie sie wohl gedacht ist: Poco lento e grazioso.

Ekkehard Pluta

Die CD-Aufnahmen wurden ermöglicht durch die

"Ehrbar!"-Ensemble

Heidrun Blase wurde in Dortmund geboren. Sie absolvierte die Studiengänge Oper und Gesangpädagogik an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Ihre Lehrer waren Charlotte Lehmann,  Gerhard Faulstich und Elisabeth Schwarzkopf.

Sie brachte mit ihrer Schwester Dörte eine große Anzahl in Vergessenheit geratener Duettliteratur zu Gehör. Dieses wurde auf neun CDs dokumentiert, die von NDR, WDR und MDR produziert wurden. Es gab Fernsehauftritte bei NDR und MDR.

Seit  2010 fand sie sich mit Gerrit Zitterbart und Rudolf Krieger zu einem Trio zusammen, das sich zum Ziel gesetzt hat, Werke für Gesang bzw. Rezitation und Klavier mit den jeweiligen Instrumenten aus der entsprechenden Zeit zur Aufführung zu bringen. Das Trio war bereits in fast 100 Konzerten zu hören. Es entstanden fünf CDs.

2015 gelang es dem Trio, einen Flügel des Klavierbauers Ehrbar aus Wien in die Geburtsstadt seines  Erbauers zu holen. Er steht im „Hohen Haus“, einer ehemaligen Wasserburg von 1346 „vor den Toren“ Hildesheims. Dorthin lädt das „Ehrbar!“-Ensemble jährlich zu einem Musikfestival ein.

Heidrun Blase ist Dozentin für Gesang an der Universität Hildesheim, wo sie 2006 einen Gesangmethodikzweig ins Leben rief, den sie seither leitet. Seit 2013 ist sie zudem in der Forschung Gesang/Neurologie tätig.

 

Rudolf Krieger studierte in Saarbrücken  Musikwissenschaften mit den Schwerpunkten Sinfonie, Oper, Kammermusik und historische Aufführungspraxis.

Seit 1981 leitete er die Musikredaktion des Landesprogramms Niedersachsen des NDR mit der Sendung „Musikland“ und eigener Konzertreihe. Dargestellt und abgebildet wurde hier über Jahre hinweg die niedersächsische Musikszene, dokumentiert auf über 80 CDs. Musikalische Frühförderung und die  vorbereitende Ausbildung für Musikstudierende waren besondere Schwerpunkte.  

Diverse Lehraufträge an Hochschulen mit dem Schwerpunkt „Musikvermittlung im Medium Rundfunk“ runden sein Berufsbild  ab.

Seit 2015 widmet er sich zunehmend seiner Tätigkeit als Journalist, Moderator und Rezitator mit dem Schwerpunkt Melodram.

 

Gerrit Zitterbart (1952 in Göttingen geboren) wurde in Hannover, Salzburg, Freiburg und Bonn u.a. von Erika Haase, Karl Engel, Lajos Rovatkay, Hans Leygraf, Carl Seemann und Stefan Askenase ausgebildet.

Am Beginn seiner Konzerttätigkeit standen Wettbewerbserfolge in der Schweiz, in Belgien, Italien und Deutschland. Gerrit Zitterbart hat sich in seiner Laufbahn als Solist und als Kammermusiker (u.a. im Abegg Trio) profilieren können. Im Verlauf seiner langen Konzerttätigkeit gab er ca. 3.500 Konzerte in über 50 Ländern. Sein Repertoire ist umfangreich auf über 60 CDs dokumentiert – mit modernen und historischen Flügeln gleichermaßen. Seit 15 Jahren spezialisiert sich der Pianist auf historische Instrumente, für Soloabende, Kammermusik, Lied und Klavierkonzerte mit Orchester findet er so neue Farben der Darstellung.

Gerrit Zitterbart leitet seit 1981 eine Klavierklasse an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, seit 1983 als Professor. Hier studierten bei ihm junge Talente aus Deutschland, Dänemark, Polen, Rumänien, Bulgarien, Litauen, Russland, Georgien, Israel, Japan, Korea, China, Kanada und den USA.

Im Jahr 2012 gründete Gerrit Zitterbart in Göttingen den „Clavier-Salon“. Hier stehen ihm neun historische Instrumente für vielfältige Konzertangebote zur Verfügung. Aktuelle Informationen unter www.clavier-salon-goettingen.de.

Weitere Informationen finden Sie unter www.gerrit-zitterbart.de.