Mitwirkende

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"Ehrbar!"-Ensemble

Heidrun Blase wurde in Dortmund geboren. Sie absolvierte die Studiengänge Oper und Gesangpädagogik an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Ihre Lehrer waren Charlotte Lehmann,  Gerhard Faulstich und Elisabeth Schwarzkopf.

Sie brachte mit ihrer Schwester Dörte eine große Anzahl in Vergessenheit geratener Duettliteratur zu Gehör. Dieses wurde auf neun CDs dokumentiert, die von NDR, WDR und MDR produziert wurden. Es gab Fernsehauftritte bei NDR und MDR.

Seit  2010 fand sie sich mit Gerrit Zitterbart und Rudolf Krieger zu einem Trio zusammen, das sich zum Ziel gesetzt hat, Werke für Gesang bzw. Rezitation und Klavier mit den jeweiligen Instrumenten aus der entsprechenden Zeit zur Aufführung zu bringen. Das Trio war bereits in fast 100 Konzerten zu hören. Es entstanden fünf CDs.

2015 gelang es dem Trio, einen Flügel des Klavierbauers Ehrbar aus Wien in die Geburtsstadt seines  Erbauers zu holen. Er steht im „Hohen Haus“, einer ehemaligen Wasserburg von 1346 „vor den Toren“ Hildesheims. Dorthin lädt das „Ehrbar!“-Ensemble jährlich zu einem Musikfestival ein.

Heidrun Blase ist Dozentin für Gesang an der Universität Hildesheim, wo sie 2006 einen Gesangmethodikzweig ins Leben rief, den sie seither leitet. Seit 2013 ist sie zudem in der Forschung Gesang/Neurologie tätig.

 

Rudolf Krieger studierte in Saarbrücken  Musikwissenschaften mit den Schwerpunkten Sinfonie, Oper, Kammermusik und historische Aufführungspraxis.

Seit 1981 leitete er die Musikredaktion des Landesprogramms Niedersachsen des NDR mit der Sendung „Musikland“ und eigener Konzertreihe. Dargestellt und abgebildet wurde hier über Jahre hinweg die niedersächsische Musikszene, dokumentiert auf über 80 CDs. Musikalische Frühförderung und die  vorbereitende Ausbildung für Musikstudierende waren besondere Schwerpunkte.  

Diverse Lehraufträge an Hochschulen mit dem Schwerpunkt „Musikvermittlung im Medium Rundfunk“ runden sein Berufsbild  ab.

Seit 2015 widmet er sich zunehmend seiner Tätigkeit als Journalist, Moderator und Rezitator mit dem Schwerpunkt Melodram.

 

Gerrit Zitterbart (1952 in Göttingen geboren) wurde in Hannover, Salzburg, Freiburg und Bonn u.a. von Erika Haase, Karl Engel, Lajos Rovatkay, Hans Leygraf, Carl Seemann und Stefan Askenase ausgebildet.

Am Beginn seiner Konzerttätigkeit standen Wettbewerbserfolge in der Schweiz, in Belgien, Italien und Deutschland. Gerrit Zitterbart hat sich in seiner Laufbahn als Solist und als Kammermusiker (u.a. im Abegg Trio) profilieren können. Im Verlauf seiner langen Konzerttätigkeit gab er ca. 3.500 Konzerte in über 50 Ländern. Sein Repertoire ist umfangreich auf über 60 CDs dokumentiert – mit modernen und historischen Flügeln gleichermaßen. Seit 15 Jahren spezialisiert sich der Pianist auf historische Instrumente, für Soloabende, Kammermusik, Lied und Klavierkonzerte mit Orchester findet er so neue Farben der Darstellung.

Gerrit Zitterbart leitet seit 1981 eine Klavierklasse an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, seit 1983 als Professor. Hier studierten bei ihm junge Talente aus Deutschland, Dänemark, Polen, Rumänien, Bulgarien, Litauen, Russland, Georgien, Israel, Japan, Korea, China, Kanada und den USA.

Im Jahr 2012 gründete Gerrit Zitterbart in Göttingen den „Clavier-Salon“. Hier stehen ihm neun historische Instrumente für vielfältige Konzertangebote zur Verfügung. Aktuelle Informationen unter www.clavier-salon-goettingen.de und www.gerrit-zitterbart.de.

 

 

Gäste:

Die Flötistin Heike Malz wurde 1964 in Bad Dürkheim geboren. Von 1983 bis 1989 absolvierte sie ein Studium an der Hochschule für Musik in Detmold bei Professor Michael Achilles und schloss dieses mit der Künstlerischen Reifeprüfung und dem Staatlichen Musik-Diplom ab. Sie belegte Meisterkurse bei vielen renommierten Dozenten wie beispielsweise André Jaunet, Paul Meisen, Robert Dick, Hans Krug oder Philippe Boucly. Nachdem Heike Malz im Orchester der Deutschen Oper Berlin eine einjährige Volontariats- und Aushilfsstelle innehatte, wurde sie 1989 Flötistin an der Frankfurter Oper. Fünf Jahre später verließ sie Frankfurt, um Solo-Flötistin der NDR- Radiophilharmonie zu werden. Heike Malz tritt mit verschiedenen Kammermusik-Ensembles auf: seit 2005 spielt sie im Trio Saphir und konzertiert außerdem mit dem Ensemble Prisma. Neben solistischen Konzerten, die sie im In- und Ausland spielt, veröffentlicht sie auch Rundfunk- und CD-Produktionen.

 

Die Geigerin Friederike Starkloff, geboren 1990 in Chemnitz, ist neben ihrer Position als Erste Konzertmeisterin der NDR Radiophilharmonie Hannover seit ihrer Kindheit eine leidenschaftliche Kammermusikerin. Neben zahlreichen nationalen und internationalen Preisen und Erfolgen, wie z.B. beim Siebten Internationalen Violinwettbewerb Leopold Mozart Augsburg 2009, welcher die Grundlage für eine CD-Produktion bildete, 2014 den Jacques Thibaud Grand Prize beim Long-Thibaud-Crespin Wettbewerb in Paris und 2015 beim Jean Sibelius Wettbewerb in Helsinki, war sie schon früh gleichzeitig als Pädagogin tätig. Sie selber erhielt ihre geigerische Ausbildung an der Pflüger-Stiftung in Freiburg bei Wolfgang Marschner und Ariane Mathäus, später im Studium bei Rainer Kussmaul an der Hochschule für Musik Freiburg und bei Antje Weithaas an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, bei der sie zur Zeit die Assistenz inne hat. Friederike spielt auf einer Violine von Julia Maria Pasch aus dem Jahr 2014.

 

Oliver Mascarenhas erhielt im Alter von 5 Jahren seinen ersten Cellounterricht bei seinem Vater, einem Cellisten und Geiger aus Goa, Indien. Anschließend studierte er bei Jürgen Wolf (Düsseldorf), Maria Kliegel, Frans Helmerson a.d. Mhs Köln und Konrad Haeßler a.d. HMTMH. 1997 gewann er sein erstes Probespiel bei der NDR Radiophilharmonie Hannover und war 5 Jahre jüngstes Mitglied. Nach zahlreichen Konzerttourneen quer durch die Welt, Rundfunk- und Fernsehproduktionen,  Erfolgen bei internationalen Wettbewerben  und einem Engagement als Solocellist im Orquesta Ciudad Granada verlagert er zunehmend seine Tätigkeiten auf solistischer - bzw. kammermusikalischer Ebene. Er konzertierte u.a. mit Thomas Quasthoff, Ragna Schirmer, Haiou Zhang und Solisten der NDR Radiophilharmonie. Darüberhinaus veranstaltet er abseits der klassischen Musik exklusive Crossover-Projekte, wo Klassik auf Jazz, Pop oder Hip-Hop trifft. Der 2-fache Familienvater spielt auf einem Cello erbaut 1746 von dem Italiener Gaffino Castagnieri in Paris.